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Bad Schandauer Orgel- und Musiksommer

 



 


Freitag, 10. August 2018 19:30 Uhr
St. Johanniskirche Bad Schandau


Octavians 2018

Heinrich von Meißen - Kreuzleich

Das Projekt aus dem 13. Jahrhundert

Gesangsdarstellung:
Octavians (a-cappella-Preisträger/Jena)
Matthias Eisenberg, Orgel
Peter A. Bauer, historisches Schlagwerk
Komposition / musikalische Forschung:
Karsten Gundermann





Frauenlob 2018


Das Projekt

In Hinblick auf den 700. Todestag im Jahr 2018 von Heinrich von Meissen, einem Komponisten wie auch Dichter aus dem 13. Jahrhundert, wird dessen „Kreuzleich“ als eine Rekomposition nach Handschriften und Fragmenten im Stile des sogenannten „Frauenlob“, so sein Künstlername, durch Komponist Karsten Gundermann aus Hamburg erarbeitet. Das Werk besticht durch sehr räumliche Klangbilder und bordunartige Antiphone, sehr bildhafte Textsprache aus dem Mittelhochdeutschen und höchster Dichtkunst, welche das musizieren wie auch dichten für die damalige Zeit maßgeblich prägte. Das kompositorische Schaffen Gundermanns wird von internationaler Reputation in alter Musik, wie auch der Vorarbeit durch die Rekomposition des „Hohen Lieds“ von Frauenlob im Jahr 2006, dem „Marienleich“, seinem namensbezeichnenden großen Werk, fundiert.
Zahlreiche Forschungen zu Frauenlobs Leben, Wirken wie auch künstlerischem Schaffen in Mitteldeutschland resultieren in Erkenntnissen z.B. von der Pennsylvania State University bis zu umfangreicher Fachkunde durch Sprachwissenschaftler zum „geblühmten Stil“, einer mittelhochdeutschen Dichtkunst und Rhetorik. In der Überlieferung durch höfische wie auch meistersängerische Handschriften und Quellen aus dem Mitteldeutschen Raum, z.B. Jena, Weimar, Meißen oder Quellen aus Heidelberg, Würzburg, Wien oder München wird der Geist und Gedanke der Zeit nach knapp 7 Jahrhunderten zum Leben erweckt. Das heilige Kreuz steht im Fokus der 22 Strophen des Gedichtes, welches durch den Gesang (Minnesang) die Dreifaltigkeit des Glaubens verkörpert.
In außergewöhnlicher Besetzung finden sich für die Realisierung des einmaligen Projektes renommierte Künstler Ihres Fachs zusammen. In Kirchenräumen und großen Klosteranlagen werden in Faszination mittelalterlicher Geschichte bisher ungehörte Schätze unseres Kulturraumes der Öffentlichkeit präsentiert.
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Das Jenaer Vokalensemble Octavians gründete sich 2006 aus acht ehemaligen- und aktiven Mitgliedern des Knabenchores der Jenaer Philharmonie. Die „Octavians“ gehören mittlerweile zu den gefragtesten Vokalensembles im Thüringer Raum und überzeugen mit ihrer Vielseitigkeit, Ausstrahlung und stimmlichen Ausgewogenheit bei Konzerten im großen wie auch im kleinen Rahmen. Sie beherrschen Werke junger wie auch etablierter Komponisten aus über 500 Jahren Musikgeschichte. Zum Repertoire der Gruppe gehören Madrigale ebenso wie sakrales, romantisches und humoristisches Liedgut

Matthias Eisenberg stammt aus einem traditionsreichen, musikalischen Umfeld: 1956 wurde er in Dresden geboren. Seit seinem fünften Lebensjahr erhielt er Klavierunterricht und nach den ersten Versuchen an der Orgel war er schon ab dem neunten Lebensjahr Organist in seiner sächsischen Heimatstadt und an verschiedenen umliegenden Kirchengemeinden sowie dann fünf Jahre lang Mitglied des Dresdner Kreuzchores.
1980 wurde er als Gewandhausorganist zu Leipzig verpflichtet, wo er gleichzeitig Cembalist des Leipziger Bachorchesters war. 1986 erfolgte die Übersiedlung in den Westen. Nach kirchenmusikalischer Tätigkeit in Frankfurt am Main und Hannover konzertierte er als Organist und Cembalist und spielte zahlreiche Rundfunk- und CD-Produktionen ein. Konzertreisen führen ihn in viele europäische Länder, außerdem in die USA, nach Kanada, Lateinamerika, Indien, Russland und Fernost.
Im Jahre 2003 wurde Matthias Eisenberg zum Professor und Kirchenmusikdirektor ernannt. Seit November 2004 ist er Kantor und Organist an der Luther-, Moritz- und Johanniskirche in Zwickau.

Peter A. Bauer wurde 1969 in Leipzig geboren. Er studierte bei Hermann Naehring an der Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« in Leipzig. Seit 1995 ist er Lehrbeauftragter an der Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« Leipzig und leitet dort das Ensemble für außereuropäische Musik.
Zu seiner Lehrtätigkeit an der Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« Leipzig und der Korrepetitionsarbeit an der Paluccaschule Dresden kommt ein umfangreiches Schaffen als Comiczeichner und Illustrator hinzu.

 



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